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St. Johannis Mainz

Großes Interesse am Alten Dom

Impressionen

Knapp 1.300 Besucher wollten bei der Nacht der offenen Kirchen und am Tag des offenen Denkmals Neues erfahren aus St. Johannis

„Jetzt ist die Gruppe mit den roten Eintrittskarten an der Reihe“, rief Guido Faccani, wissenschaftlicher Forschungsleiter an der St. Johanniskirche, den über 40 Wartenden vor dem Eingang des Alten Doms St. Johannis zu. Es ist der Abend der Nacht der offenen Kirchen in Mainz und bereits um 20 Uhr am Abend haben sich Warteschlangen vor dem Eingangszelt gebildet. Erwartungsvoll traten die Gäste in den Ostchorbereich des Alten Doms. Schautafeln und Bilder erläuterten Geschichte und Funde. Trotz Baustellen und viel Staub wurde den Gästen eine stimmungsvoll illuminierte Kirche präsentiert. Darüber wurde ein Film gezeigt, der die St. Johanniskirche aus ganz neuen Perspektiven zeigte. Dank der eindrucksvollen Aufnahmen von „Drone-Art“ konnte die Kirche sowohl aus über 100 Meter Höhe betrachtet werden wie auch aus den Grabungsgräben rings um die nun geöffnete Krypta.

„Toll, wie sich die St. Johanniskirche aus dieser Höhe in das Stadtensemble und in Beziehung zum Dom einfügt“, sagte eine Besucherin nach der Projektion. „Das ist schon ein ehrfurchtsvoller Moment, sich in diesen Mauern aus dem 7. Jahrhundert zu bewegen“, äußerte ein weiterer Gast.

Nach kurzer Einführung und Filmpräsentation blieb dann nur noch wenig Zeit für einige Fragen zur Baugeschichte, wie beispielsweise zur momentanen Grabungssituation. Insbesondere solle in den nächsten Wochen im Westchor weiter nach dem Fundament der Krypta gegraben werden aber auch der Schutt. Mit dem die Krypta verfüllt wurde, genau untersucht werden, erläutert Faccani weiter, der kenntnisreich und detailliert Auskunft geben konnte.   

Auch am Tag des offenen Denkmals stand der Besuch der St. Johanniskirche im Zentrum des Interesses. Christian Brost, Gästeführer am Tag des offenen Denkmals, und Gregor Ziorkewicz, Pfarrer für Stadtkirchenarbeit an St. Johannis,   konnten an diesem Tag dann knapp 600 Besucher in die Kirche geleiten.

 „Aufgrund der Grabungen und Forschungen an der Kirche konnten wir an beiden Tagen nur den Ostchor öffnen und immer nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern hereinlassen“, erläutert Ziorkewicz die besondere Situation. „Wir haben uns sehr über diesen Zuspruch gefreut“, so Ziorkewicz weiter. Zeige es doch, wie sehr die Mainzerinnen und Mainzer an der Geschichte der Stadt und ihrer Denkmäler interessiert sind.    


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